Praxis für Physiotherapie
Hans Wülfing
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Der Masseur - Stärke auf die behutsame Art

Wenn die VPT-Berufsfachschule zum „Tag der offenen Tür“ nach Bad Birnbach einlädt, dann ist es vor allem die Ausbildung zum Physiotherapeuten, die Interessenten anzieht. Daneben lebt aber auch die Ausbildung zum Masseur mit integriertem medizinischen Bademeister munter weiter. Sie birgt mit ihren besonderen Voraussetzungen und möglichen Weiterqualifizierungen ganz eigene Entwicklungschancen in sich. Und: Auch Masseure werden „händeringend gesucht“, wie Schulleiter Hans Peter Schötz bei seinem Vortrag letzten Samstag unterstrich. Wie sehen die Interessenten und angehenden Masseure selbst ihren zukünftigen Beruf? Eine Befragung am „Tag der offenen Tür“ hat interessante Facetten von Chancen und Selbstbewusstsein an den Tag gebracht.

Manchmal wirkt, was zum Ausbildungsweg Masseur führt, wenig glanzvoll: der Schulabschluss, der späte Start in die Bewerbungsphase oder die Zweifel an der großen Portion Theorie gleich zu Anfang des Wegs. Doch viele Schüler haben an diesem Punkt die Quelle für tragfähige Stärken ihres zukünftigen Berufs entdeckt.

Sie profitieren von einem stark praxisorientierten Einstieg, der ihnen mehr liegt und bei dem sie lernen, sich in ihren Beruf buchstäblich einzufühlen. Das schafft einen Erfahrungsschatz, der das Selbstbewusstsein und den weiteren Weg prägt und hilft, sich in den Beruf „hinein zu leben“. Alle wollen etwas Gutes für ihre künftigen Patienten bewirken, Schmerzen lindern und „mit Berührungen helfen“. Für manchen war dieser Wunsch der Auslöser, ihren Wechsel von einem anderen Beruf zu vollziehen.

Mitunter haben Schüler mit der Entscheidung zum Masseur ihren behutsamen Einstieg in den Beruf bewusst geplant. Man wolle danach „erst Mal gucken“, „in dem Beruf arbeiten und Geld verdienen“, „Erfahrung sammeln“ mit dem Vorhaben, sich fortzubilden, zu spezialisieren, vielleicht mit dem Ziel, sich selbständig zu machen. Der größere Teil hat schon jetzt die achtzehnmonatige Weiterqualifizierung zum Physiotherapeuten vor Augen, um damit auf kompakte Weise zwei Berufsausbildungen in der Tasche zu haben. Auch das Argument, mit zwei Qualifikationen und somit flexibel einsetzbar für künftige Arbeitgeber doppelt interessant zu sein, fällt öfter. Interessenten und vor allem die Schüler sind sich absolut im Klaren, dass ihr Weg in der Fachwelt Anerkennung findet und sie als Masseure mit einem großen Repertoire punkten können.

Sicher ist: Der Beruf des Masseurs ist gestaltbar, er lässt sich auf die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten zuschneiden und systematisch entwickeln.

17.05.2018 DGA | Quelle: VPT-Berufsfachschule GmbH (openPR)

Nach Kreuzband-OP: Wird mein Knie wieder fit für den Sport?

Nach einer OP des vorderen Kreuzbandes am Knie kehren viele nicht mehr zu ihrem Sport zurück. Sportmediziner erforschen, woran das liegt. Auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress stellt Kristin Kalo von der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt neue interessante Untersuchungen vor.

Um die normale Funktion des Knies nach einem operativ versorgten Riss des vorderen Kreuzbandes zu untersuchen, muss das Aufrechterhalten der Maximalkraft gemessen werden. Dazu wird die sogenannte Kraft-Peak-Variabilität bestimmt. Der Sportler wird in einem Kraftmessgerät mit einem Kniewinkel von 60 Grad fixiert. Dann muss mit dem Unterschenkel gegen ein Polster als festen Widerstand gedrückt werden. „Die Kraftkurve soll 10 Sekunden aufrechterhalten werden. Die kleinen Schwankungen in der Kurve, das ist die Variabilität“, erklärt Kalo.

In verschiedenen Studien überprüfen die Forscher, ob das Knie wieder richtig gesund ist, auch in seiner Funktion. Und obwohl viele Patienten vom Arzt nach einem Jahr wieder als fit für ihren Sport erklärt werden, trauen sie sich selbst das nicht mehr zu. Wer vorher Fußball gespielt hat geht zum Beispiel dann oft nur noch leicht joggen. Ein häufiger Grund dafür ist ein Instabilitätsgefühl.
Die Crux mit dem Kniestrecker

Kristin Kalo: „Diese Instabilität wird oft von der umliegenden Muskulatur, wie z.B. dem Kniestrecker, hervorgerufen. Dieser hat dann noch nicht seine volle Funktion wiedererlangt. Der Einfluss muskulärer Ermüdung ist ein entscheidender Faktor“. Wichtig sei eine angepasste Therapie. Häufig muss dabei die Seitendysbalance wegtrainiert werden. Maximalkraft, Kraftausdauer und neuromuskuläre Funktionen müssen trainiert werden. Die volle Funktion des Knies wiederzuerlangen ist deshalb so wichtig, weil sonst eine hohe Gefahr besteht, dass das Kreuzband erneut reißt.

Kalo und ihre Kollegen führen jetzt Studien mit ganz neuen Kriterien durch. So absolvieren Freizeit- und Leistungssportler, die am vorderen Kreuzband operiert wurden, unter anderem Sprung- und Landungs-Aufgaben, bei denen die Stabilität des Knies gemessen wird. Hieraus können später neue Therapie-Optionen abgeleitet werden.

Der Deutsche Olympische Sportärztekongress wird von der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention vom 24. bis 26. Mai an der Universität Hamburg veranstaltet.

Deutschland will aktiver werden - aber wie?

96 Prozent der 1501 befragten Personen gaben an, mit Hilfe von Sport aktiver werden zu wollen. Rund zwei Drittel der Befragten waren Frauen. Die Teilnehmer der Befragung kommen aus allen Altersgruppen, die größte Gruppe war zwischen 30 und 40 Jahren alt, Menschen über 60 Jahre stellten noch rund 9 Prozent an der Befragung, Personen unter 20 Jahren lediglich 4 Prozent. Die Motivation sportlich aktiv werden zu wollen ist unterschiedlich. Über 40 Prozent der Befragten nannten als Ziel abnehmen zu wollen, bei einem Viertel der Befragten stand der Muskelaufbau im Vordergrund, 17 Prozent wollten ihre Ausdauer verbessern und 16 Prozent beweglicher werden. Gewichtsreduktion setzten sich vor allem Frauen als Ziel (47 Prozent). Bei Männern hielten sich Gewichtsreduktion und Muskelaufbau als Ziel sportlicher Betätigung mit jeweils knapp einem Drittel die Waage.

Für 45 Prozent der Befragten ist der Trainer kompetenter Ansprechpartner für den Sport, 34 Prozent nutzen das Internet. Dabei vertrauen Frauen zu 52 Prozent deutlich mehr auf die Kompetenz ihrer Trainer als Männer (35 Prozent), diese messen dem Internet die meiste Kompetenz zu (37 Prozent). Von Büchern lassen sich nur 11 Prozent der Befragten anleiten, von Freunden lediglich 10 Prozent.

Welche Sportart zu den genannten Zielen und vor allem zu den persönlichen Vorlieben passt, ist vielen Befragten nicht bekannt – das gilt für immerhin 30 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer. Wie man in eine neue Sportart, die den Neigungen und den Zielsetzungen besser entspricht, einsteigt, weiß jeder zweite Teilnehmer nicht wie das Problem zu lösen ist – bei den Männern sind es sogar 57 Prozent.

„Sportlich aktiv sein wollen offenbar viele Menschen, klare Ziele warum haben sie und was sie mögen wissen sie. Aber welche Sportart sich für sie am besten eignet, da scheint es große Defizite zu geben“, so Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse. „Hier wollen wir zukünftig mehr Hilfestellung leisten.“

Als Lösung des Problems entwickelte die Kölner Gesundheitsagentur fischimwasser unter der wissenschaftlichen Leitung von Gesundheitsexperte und Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln das Online-Tool ACTIV-O-MAT. „Wir haben einen Algorithmus entwickelt, der jedem User nach nur zwölf Fragen seine individuellen Top-Sportarten aufzeigt“, erklärt Professor Froböse.

Zu jeder Sportart – zum Start werden es zunächst 50 Sportarten sein – gibt es ein Betreuungskonzept, das den Einstieg erleichtert, erste Trainingsübungen zum Mitmachen und zu jeder Sportart passende Vereine in der Nähe, die dem Nutzer angezeigt werden.

Mit der Präsentation auf der FIBO ist das Tool unter www.activomat.de online.

08.05.2018 DGA | Quelle: VIACTIV Krankenkasse

Training ohne Kohlenhydrate – Mythos oder bessere Leistung?

Hamburg – Immer wieder geistert der Mythos einer „gesunden“ Ernährung ohne oder mit wenigen Kohlenhydraten durch das Netz. Doch Ernährungswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Anja Carlsohn, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, beweist das Gegenteil. Wie wichtig Kohlenhydrate für Gesundheit und Leistung von Sportlern wirklich sind – darüber berichtet sie auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress vom 24. bis 26. Mai in Hamburg.

Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Brot – häufig wird Freizeitsportlern suggeriert, bestimmte Lebensmittel zu meiden und sich möglichst kohlenhydratarm zu ernähren. „ Low Carb“, so heißt das Versprechen, lässt das Körperfett schmelzen und die Leistung besser werden. Carlsohn: „Wir können als Ernährungswissenschaftler davon nur abraten. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sind für Gesundheit und Leistungsfähigkeit notwendig.“ In ihren Studien mit Freizeit- und Hochleistungssportlern konnte Carlsohn beobachten, dass eine eingeschränkte Kohlenhydratzufuhr – dauerhaft oder phasenweise – mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit vor allem bei Ausdauersportlern einhergeht.

Carlsohn und Kollegen untersuchten zum Beispiel die Leistung von Freizeitsportlern, die drei Monate lang unter entleerten Kohlenhydrat-Speichern trainierten. So gab es unter anderem einen Dauerlauf am Abend, danach kein Abendbrot oder ein kohlenhydratarmes Gericht. Am nächsten Morgen fanden Tempo-Läufe statt, noch bevor die Sportler etwas gegessen hatten.

Diesen Doppelblock absolvierten die Athleten zweimal pro Woche. Nach drei Monaten hatten sie, im Vergleich zur Kontrollgruppe mit normaler Ernährung, eine tendenziell geringere Leistungsentwicklung im 5000 m Testwettkampf, hatten nicht einmal Körperfett verloren und waren zudem während der 3 Monate auch noch häufiger krank!

Laut Carlsohn müsse man einen Unterschied innerhalb der Kohlenhydrate machen. Es geht – auch im Sport – nicht nur immer um die Energie oder die reine Kohlenhydratmenge. Süßigkeiten sind wenig wertvoll für Sport oder Gesundheit. Obst und Gemüse aber seien enorm wichtig, für Energie-, Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Zudem enthalten sie viele gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe sowie Ballaststoffe.

In der Sportlerernährung ist neben dem Gehalt an Energie oder Nährstoffen aber auch die individuelle Verträglichkeit von Lebensmitteln wichtig. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen und auch Kohlsorten sind wertvolle Lebensmittel, aber kurz vor einer Trainingseinheit wenig bekömmlich. Lebensmittel, die reich an komplexen Kohlenhydraten sind, wie Müsli, Brot, Reis, Pasta oder Kartoffeln sollten in der Basisernährung von Sportlern einen großen Stellwert einnehmen, werden langsamer abgebaut, erzeugen später nicht so einen Hunger. Hochglykämische Kohlenhydrate z.B. in Form von Getränken können wiederum während einer längeren Belastung zugeführt werden, wenn „richtige Lebensmittel“ nicht verzehrt werden können.

Im Leistungssport stellt sich am ehesten die Frage: wie kann ich meinen Speiseplan so erstellen, dass er mein Training optimal unterstützt? „Hier wird die Ernährung noch einmal sportart-spezifisch, an den Trainingszyklus und an die Präferenzen des Sportlers angepasst. Je nach Ausdauer-, Schnelligkeits-, Kraft-Training brauchen die Athleten unterschiedliche Mengen an Energie, Eiweiß und Kohlenhydraten in ihren Mahlzeiten. Dazu kommt der unterschiedliche Verbrauch: eine zarte Turnerin hat einen anderen Bedarf als, als ein Triathlet, der im Training sehr viel Energie umsetzt“, so Carlsohn.

Sportler sollten sich daher nicht von aktuellen Trends leiten lassen, sondern kohlenhydratreiche Lebensmittel sinnvoll in ihren Speiseplan integrieren.

Der Deutsche Olympische Sportärztekongress wird veranstaltet von der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin und von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.



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